NT
I-09

Hintergrund zu Apostelgeschichte 12

Grundinformationen

  • Personen:
      • Petrus
      • Jakobus
      • Agrippa I.
  • Orte: Jerusalem, Cäsarea
  • Zeitepoche: 40 – 44 nChr.
  • Kultur: Jüdisch
  • Autor des Textes: Lukas

Besonderheiten

Agrippa I

Herodes Agrippa I. (eigentlich Marcus Iulius Agrippa; * 10 v. Chr.; † 44 n. Chr.) war während der Regierungszeit des römischen Kaisers Caligula ab 37 n. Chr. Tetrarch von Ituräa, Gaulanitis und Trachonitis und unter Caligulas Nachfolger Claudius von 41 n. Chr. bis zu seinem Tod König von Judäa und Samaria.

Herodes Agrippa wuchs in Rom auf, wo sich nach dem Tode Herodes des Großen auch seine Mutter Berenike dauerhaft niederließ, und wurde zusammen mit Drusus dem Jüngeren, dem Sohn des Tiberius, sowie dem späteren Kaiser Claudius erzogen.

Nach der Absetzung des Pontius Pilatus als Präfekt von Judäa durch den syrischen Statthalter und Legaten Vitellius im Jahre 36/37 n. Chr. und dem kurz darauf eingetretenen Tod Kaiser Tiberius’ ernannte Caligula ihn zum König der Tetrarchie des 34 n. Chr. verstorbenen Philippos und zwei Jahre später auch für das Gebiet des nach Südgallien verbannten Tetrarchen Herodes Antipas, an dessen Absetzung er durch Anschwärzungen und falsche Gerüchte mitgewirkt hatte. Im Jahre 41 n. Chr. wurde das Königreich des Agrippa von Claudius zusätzlich noch um die früheren Gebiete des 6 n. Chr. abgesetzten Herodes Archelaos vergrößert. Damit umfasste sein Machtbereich das ursprüngliche Gebiet von Herodes dem Großen. Es gelang ihm auch durch seine Fürsprache bei Kaiser Claudius, für seinen Bruder Herodes von Chalkis, mit dem er sich immer gut verstanden hatte, die Übertragung eines Territoriums, verbunden mit der Königswürde, zu erwirken.

Herodes Agrippa pflegte nach außen hin den Regierungsstil eines orientalischen, hellenistischen Herrschers. Innenpolitisch versuchte er durch strenge Ausrichtung an den jüdischen Gesetzen die einflussreichen konservativen Kreise des Judentums auf seine Seite zu bringen. Aus diesem Grund zettelte er wohl auch eine Verfolgung der jungen christlichen Gemeinde Jerusalems an, in deren Verlauf der Apostel Jakobus der Ältere (einer der beiden Söhne des Zebedäus) ermordet wurde und Simon Petrus in Gefangenschaft geriet.

Herodes Agrippa I. starb 44 n. Chr. Sein Tod ist in der biblischen Apostelgeschichte beschrieben. Daher spielt er in der Chronologie der neutestamentlichen Ereignisse eine bedeutende Rolle. Über seinen Tod berichtet Lukas: An einem festgesetzten Tag aber hielt Herodes, nachdem er königliche Kleider angelegt und sich auf den Thron gesetzt hatte, eine öffentliche Rede an sie. Das Volk aber rief ihm zu: Eines Gottes Stimme und nicht eines Menschen! Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, dafür, dass er nicht Gott die Ehre gab; und von Würmern zerfressen, verschied er. (Apg 12,20-24) Ein ähnlicher Bericht, der sich in vielen Details mit der Bibel deckt, findet sich auch bei Flavius Josephus.  (Josephus, Jüdische Altertümer, XIX.8.2) Sein Sohn Herodes Agrippa II übernahm nicht das Reich seines Vaters.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Herodes_Agrippa_I.

 

Jakobus

Im engeren Kreis um Jesus und in der frühen Christenheit erwähnt die Bibel 3 unterschiedliche Personen mit dem Namen Jakobus. 1. Jakobus, Sohn des Zededäus, auch der Ältere genannt, Apostel Jesu. 2. Jakobus, Sohn des Alphäus oder der Jüngere, Apostel Jesu und 3. Jakobus, Bruder Jesu

1.       In diesem Abschnitt handelt es sich um Jakobus der Ältere (lateinisch Jacobus Maior „Jakobus der Ältere“ oder Iacobus Zebedaei = „Jakobus (Sohn des) Zebedäus“, griechisch Ἰάκωβος ὁ τοῦ Ζεβεδαίου, spanisch und portugiesisch Santiago; † um 44 n. Chr.) zählt zu den zwölf Aposteln Jesu Christi.  Zusammen mit seinem Bruder Johannes gehört Jakobus neben Andreas und Simon Petrus zu den erstberufenen Jüngern (Mt 4,21 EU; Lk 5,10 EU). Der Name Jakobus ist eine latinisierte Form des Namens des Erzvaters Jakob (hebräisch יַעֲקֹב Ja’akov). Die erstberufenen Jünger nehmen im Neuen Testament eine besondere Stellung im Kreis der Jünger ein (Lk 8,51 EU), weil Jesus sie an bedeutenden Ereignissen seines Lebens teilnehmen lässt. Jakobus ist zusammen mit Petrus und Johannes auf dem Berg der Verklärung (Mt 17,1 EU), als Jesus mit Elija und Mose spricht, und im Garten Getsemani (Mt 26,37 EU) wird er Zeuge der Verzweiflung Jesu angesichts seines bevorstehenden Leidensweges.

Jakobus und Johannes erhalten von Jesus wegen ihrer ungestümen Wesensart den aramäischen Beinamen Boanerges, was Donnersöhne bedeutet (Mk 3,17 EU, vgl. Lk 9,54 EU). Nach der Auferstehung befindet sich Jakobus mit den anderen Aposteln in Jerusalem (Apg 1,13 EU). Nach Apg 12,1–2 EU wurde er während der Herrschaft des Herodes Agrippa I. über ganz Judäa (41–44 n. Chr.) mit dem Schwert hingerichtet.

2.       Jakobus, Sohn des Alphäus oder der Jüngere († um 62 in Jerusalem) ist der an zweiter Stelle genannte der beiden Apostel mit dem Namen Jakobus, so genannt zur Unterscheidung von Jakobus dem Älteren, dem Erstgenannten

 

3.       Jakobus (in der Exegese auch als „Herrenbruder Jakobus“ oder „Jakobus der Gerechte“ bezeichnet) (יַעֲקֹב Jaʿakow) (* ?; † 62 oder 69 n. Chr. wahrscheinlich Jerusalem) war als „Bruder des Herrn“ (Jesus) eine zentrale Gestalt der Jerusalemer Urgemeinde. ER war der älteste der im Neuen Testament erwähnten Brüder Jesu. Markus 3,6; Matthäus 13,55