NT
I-01

Simon der Zauberer

Vorschlag zum Erzählen der Geschichte mit Bildern.

Der Text steht in: Apostelgeschichte 8:1-25

Vorbemerkung:

Dieser Erzählvorschlag hat jüngere Kinder im Blick. Hier ist der Fokus auf dem Unterschied zwischen Trick X Wunder. Dass damals in den Tempeln getrickst wurde weiß man zum Beispiel aus den Büchern von Heron von Alexandria. Es gibt dazu einen Beitrag von Ursprung der Technik, Maschienen der Götter.

Bei älteren Kindern kann man bei dieser Geschichte mehr auf die Mystik eingehen, auf Esoterik und die Gafahren darin. Auch wenn Zauberei ein aktuelles Thema ist sollte man den Unterschied zwischen Zauberei und dem Evangelium erläutern.

Material:

  • 3 Bilder zu der Geschichte
  • 1 (eingeübter!) Zaubertrick (egal welcher)
      • in dem Beispiel hier braucht man eine Schnur;
        diese teilt man in drei Teile
        die  3/6, 2/6 und 1/6 lang sind.

Simon der Zauberer

oder

Die Kraft Gottes ist kein Zaubertrick!

Christenverfolgung

Was war geschehen?

Viele Menschen in der Gegend von Jerusalem kamen zum Glauben an Jesus. Sie erzählten überall von ihm weiter. Es war eine richtige Bewegung unter dem Volk und jeden Tag gab es mehr Christen. Das fanden nicht alle Leute gut. Da war z.B. ein Mann namens Saulus. Dieser war super wütend auf die Christen und wollte nicht dass sie von diesem Jesus erzählten. Er war auch dabei, als man Stephanus steinigte, weil er Christ war. „Nun werden die Christen Angst haben und schweigen“, dachte er, aber weit gefehlt. Die Menschen, die Jesus kennenlernten waren so begeistert, dass sie immer mehr von ihm redeten, als zu schweigen. Dadurch aber, dass ihnen verboten wurde von Jesus zu reden, zogen viele von ihnen von Jerusalem weg in andere Orte und erzählen dort von Jesus.

So kam es, daß auch in anderen Gebieten die Menschen wenn sie von Jesus hörten ihm nachfolgten.

Samarien und die Zauberer

Auch Philippus zog weg und kam nach Samarien. Dort erzählte er von Jesus. Die Leute freuten sich, das zu hören und waren begeistert. Sie liebten Jesus. Nun wussten sie endlich, wie ihre Sünden vergeben werden konnten und das machte sie glücklich.

Damals lebten in dieser Gegend Zauberer. Sie hatten viele Tricks um die Leute zu begeistern. Sie gaukelten ihnen etwas vor, aber sie dienten auch anderen Göttern und auch diese Götter hatten Macht und es geschahen seltsame Dinge, die den Menschen Angst machten. „Wenn ihr nicht wollt, dass die Götter böse sind und euch Krankheiten schicken, müsst ihr dies und das opfern“ so hieß es immer und die Menschen hatten schreckliche Angst und taten, was die Zauberer und Priester in den Tempeln verlangten. Jetzt aber hatten sie von Jesus gehört und der nahm ihnen die Angst und sie konnten frei leben. Das war super. „Ihr braucht nur an ihn zu glauben und müsst nichts opfern. Glaubt an Jesus und bittet ihn um Vergebung. Jesus befreit euch von Sünden“ erzählten die Christen. Welch ein Unterschied zu der Angst, die sie vorher hatten.

Bild 1: Simon der Zauberer

01 Simon der Zauberer
01 Simon der Zauberer

Nun war da auch ein Zauberer, der beobachtete, wie sich die Leute veränderten, wenn sie an Jesus glaubten. Das war stärker als alle Magie und alle Tricks, die er kannte. Er war ein berühmter Zauberer und kannte sich auch mit Pflanzen aus. Manchmal gab er Leuten, die Schmerzen hatten ein Mittel und dann waren die Schmerzen weg. Die Leute dachten, es sei Zauberei, aber es war die medizinische Wirkung einer Pflanze. Simon, so hieß dieser Zauberer kannte aber auch viele andere Tricks und beeindruckte die Menschen damit. Große und kleine Leute staunten über sein Können. Simon selber hielt sich auch für den besten und größten Zauberer aller Zeiten. Er war sehr berühmt. Auch glaubte er an Götzen und verehrte sie mit seiner ganzen Kraft. Zauberer ließen sich ihre Arbeit gut bezahlen, waren reich und angesehen. Immer mussten sie die Götter bei guter Laune halten und viel opfern.

Zaubertrick

Ich kann auch einen Zaubertrick:

(einen kleinen Trick vorführen und dann die Lösung zeigen) Zum Beispiel diesen:

Dort wo Simon lebte gab es viel größere Tricks, als mein Zaubertrick. Meiner ging ja ganz leicht, wie ihr gesehen habt. Bei Simon aber bewegten sich Felsen oder plötzlich weinten Statuen aus Stein oder Türen öffneten sich, wenn der Zauberer es sagte. In Wirklichkeit waren dass Tricks, aber das wussten die Leute nicht. Sie glaubten an Zauberei. Die Zauberer untereinander verkauften das Geheimnis der Tricks und so konnte es auch in anderen Götzentempeln die gleichen “Wunder” geben.

Erweckung in Samarien

Nun gab es aber in der Stadt immer mehr Menschen, die an Jesus glaubten. Leute, die vorher nur an die Götter geglaubt hatten und gar nicht mehr selber tun konnten, was sie wollten. Immer hatten sie Angst, die Götter sauer zu machen und so gaben sie viele Opfer wie Geld und Essen usw an die Zauberer. Die Zauberer und Priester nutzten das Volk aus. Die Menschen aber, die nun zu Jesus gehörten waren frei, lachten und freuten sich, sangen Lieder und machten ihre Arbeit fröhlich. Welch ein Unterschied!

Simon war beeindruckt. Das wollte er auch haben. Er schaute, was die anderen taten und dann machte er das Gleiche.

Bild 2: Die Taufe

02 Simon wird getauft
02 Simon wird getauft

Er ließ sich sogar taufen. „Nun habe ich auch die Macht, die Philippus hat“, dacht er. Ich kann Kranke heilen und richtige Wunder tun.

Er war begeistert und staunte über alles, was durch Philippus geschah. Das war ja noch viel besser, als seine Zauberei. Die Menschen in der Stadt waren glücklich. Irgendwie veränderte sich das ganze Leben. Man begrüßte sich freundlich, egal ob arm oder reich, es wurde gesungen und gelacht. Wenn man sich traf, war Jesus der Hauptgesprächspunkt. „Jesus hat mir geholfen, Jesus hat mich frei gemacht, ich habe keine Angst mehr und kann wieder singen, ich habe meinem Vater vergeben, dass er mich geschlagen hat, ich wurde betrogen, aber die Wahrheit kam ans Licht-Dank Jesus. Jesus ist wunderbar!“ So hörte man in jedem Winkel von Jesus.

Philipus bekommt Besuch

Die Freunde in Jerusalem hatten davon gehört, wie viele Menschen in Samarien Jesus nachfolgten und kamen Philippus besuchen. Es waren Petrus und Johannes. Sie freuten sich, als sie sahen, wie die Stadt sich veränderte.

Sie segneten die Christen und legten ihnen die Hände auf. Da spürten diese wie der Heilige Geist ganz stark in ihnen war. Gott gab ihnen viel Kraft für andere Menschen zu sorgen, auch zu heilen und richtige Wunder zu tun. Diese Wunder waren keine Tricks sondern kamen von Gott, der es für die Menschen tat, weil er sie lieb hatte.

Simon beobachtete, was geschah, wenn die Apostel einer Person die Hände aufgelegten. Das begeisterte ihn. Oh, dachte er: “Diese Kraft will ich auch haben. Dann kann ich mit der Kraft Gottes richtig zaubern. Das wird die Leute beeindrucken.“

Bild 3: Geld kann nicht alles kaufen

03 Das schnöde Geld
03 Das schnöde Geld

So ging Simon zu Petrus und Johannes und sagte: „Hey, ich geb Euch Geld, viel Geld, wenn ihr mir auch die Macht gebt, den Leuten die Hände aufzulegen, damit sie den Geist Gottes bekommen.“

Er dachte daran, dass er dadurch noch berühmter werden könnte als er es durch die Zauberei schon war.

Petrus und Johannes waren entsetzt. Das Auflegen der Hände war doch kein Zaubertrick. Es kam von Gott, der die Menschen dadurch segnete und ihnen die Kraft gab Gutes zu tun.

„Du spinnst wohl“, sagten sie zu ihm „schau mal in dein Herz. Du hast ja ganz falsche Motive und gar nicht begriffen, um was es hier geht. Es geht um Gott, den wahren Gott und Jesus, der uns errettet hat und nicht um die Macht der Menschen.“ Die Beiden wurden richtig sauer mit Simon. Bete zu Gott, dass er dir deine falschen und vergifteten Gedanken vergibt. Simon bekam einen riesigen Schreck und bat die Apostel für ihn zu beten.

Fazit:

Der ganze Ruhm ist nur für Gott. Jesus gehörte der Lob und die Ehre für das, was er für die Menschen getan hat. Die Erlösung der Sünden geschieht also ganz ohne Hilfe eines Menschen, ohne die Vermittlung eines Menschen, nur durch den Glauben an Jesus. Das musste Simon erst richtig verstehen.

Die Apostel Petrus und Johannes gingen dann wieder zurück nach Jesusalem.

 Ausgearbeitet von: Conny Klement im: April 2014